Dein Start in Frankreich — wichtige Tipps für das Leben vor Ort
Ein Umzug nach Frankreich bringt viele neue Eindrücke mit sich. Gleichzeitig stehen aber auch einige organisatorische Aufgaben an. Von der Wohnbeihilfe über den Navigo-Pass bis hin zum Handyvertrag gibt es einige Dinge, die den Alltag erleichtern und dabei helfen, Geld zu sparen. Wer sich frühzeitig um die wichtigsten Behördengänge und Formalitäten in Frankreich kümmert, startet deutlich entspannter in den neuen Lebensabschnitt.
Finanzielle Unterstützung für deine Miete
Nach der Ankunft solltest du dich möglichst schnell um die Wohnbeihilfe kümmern. Zuständig ist die Caisse d'Allocations Familiales (CAF), eine staatliche Einrichtung, die verschiedene Sozialleistungen verwaltet. Besonders interessant für dich ist die Wohnbeihilfe Aide personnalisée au logement (APL).
Denn viele wissen gar nicht, dass diese Unterstützung nicht nur französischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern zusteht. Auch Menschen aus anderen EU-Ländern oder mit einem gültigen Aufenthaltstitel können unter bestimmten Voraussetzungen einen Mietzuschuss erhalten.
Wie hoch die Unterstützung ausfällt, hängt unter anderem von der Miethöhe, dem Einkommen und der persönlichen Situation ab. Der Antrag wird online gestellt und sollte möglichst zeitnah nach dem Einzug erfolgen, da die Leistungen nicht unbegrenzt rückwirkend ausgezahlt werden.
Der Navigo-Pass für Paris
Wer regelmäßig mit Metro, Bus, RER oder Straßenbahn unterwegs ist, kommt am Navigo-Pass kaum vorbei. Das Abo gilt im gesamten Nahverkehrsnetz der Île-de-France und ist für Pendlerinnen, Pendler und alle, die häufig unterwegs sind, meist die günstigste Lösung.
Besonders praktisch ist die App Île-de-France Mobilités. Hier lassen sich Tickets kaufen, der Navigo-Pass verwalten und Verbindungen planen. Ergänzend bietet die RATP App Echtzeitinformationen zu Fahrplänen sowie Hinweise auf Störungen im Nahverkehr.
Mit dem Fahrrad durch Paris
Neben Metro und Bus ist auch Vélib' eine beliebte Möglichkeit, sich in Paris fortzubewegen. Das öffentliche Fahrradverleihsystem umfasst Tausende Fahrräder und E-Bikes, die an zahlreichen Stationen im gesamten Stadtgebiet ausgeliehen und wieder zurückgegeben werden können.
Für Gelegenheitsfahrer gibt es Einzelfahrten und Tagespässe. Wer länger in Paris lebt, profitiert häufig von einem Monats- oder Jahresabo. Die Ausleihe erfolgt bequem über die Vélib'-App oder direkt an den Stationen.
Gerade für kürzere Strecken oder bei gutem Wetter ist Vélib' eine praktische und günstige Alternative zur Metro. Dank des stetig ausgebauten Radwegenetzes lässt sich Paris auf zwei Rädern besonders entspannt entdecken.
Mit der Bahn durch Frankreich reisen
Wer auch andere Regionen Frankreichs erkunden möchte, sollte die App SNCF Connect nutzen. Dort lassen sich Zugtickets buchen, Verbindungen vergleichen und Fahrpläne abrufen.
Vor allem für junge Erwachsene lohnt sich häufig die Carte Avantage Jeune. Die Rabattkarte reduziert den Preis vieler TGV- und Intercités-Tickets und macht sich oft schon nach wenigen Fahrten bezahlt.
Je nach Region gibt es außerdem zusätzliche Vergünstigungen für den Regionalverkehr. Viele Regionen bieten ermäßigte Tickets oder spezielle Freizeitangebote an, mit denen sich Ausflüge deutlich günstiger gestalten lassen.
Der passende Handyvertrag
Ein französischer Handyvertrag lohnt sich oft schon nach kurzer Zeit. Die Tarife sind im internationalen Vergleich meist günstig und beinhalten häufig große Datenvolumen sowie Telefonie und SMS innerhalb Europas.
Zu den bekanntesten Anbietern gehören Orange, SFR, Bouygues Telecom und Free Mobile. Wer flexibel bleiben möchte, findet auch Tarife ohne lange Vertragslaufzeit, die monatlich kündbar sind. Für den Vertragsabschluss werden in der Regel ein Ausweisdokument, eine französische Adresse und häufig auch ein französisches Bankkonto benötigt.
Gut vorbereitet in den Alltag in Frankreich
Die ersten Wochen in Frankreich bringen meist einige organisatorische Herausforderungen mit sich. Wer sich frühzeitig um wichtige Behördengänge, Mobilität und Verträge kümmert, spart nicht nur Zeit, sondern oft auch Geld. So bleibt mehr Zeit, das Leben in Frankreich zu genießen und Paris sowie den Rest des Landes entspannt zu entdecken.

